Rezension Der andere Himmel von Renate Ahrens

©Knaur Verlag

 

 

 

 

 

 

  • Verlag: Knaur TB, Knaur eBook
  • Erscheinungstermin: 01.10.2019
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3-426-52360-5 (Taschenbuch)
  • ISBN: 978-3-426-45354-4 (E-Book)
  • Autorin: Renate Ahrens

 

Geschichte, die unter die Haut geht: Behutsam und bewegend erzählt Renate Ahrensʼ Roman von einem dramatischen Flucht-Versuch aus der DDR in den 70er-Jahren, einer große Liebe und einer zweiten Chance.

Die bewegende Autobiografie des Schriftstellers Frank Hollmann sorgt in ganz Deutschland für Schlagzeilen, berichtet sie doch von einem dramatisch gescheiterten Flucht-Versuch aus der DDR in den 70er-Jahren. Den diversen Besprechungen und Experten-Runden kann irgendwann auch Irina Lohrisch nicht mehr aus dem Weg gehen, obwohl sie es nach Kräften versucht. Denn für Irina ist Frank nicht irgendein Schriftsteller, und er beschreibt nicht irgendeinen Flucht-Versuch – diese Geschichte ist ihre Geschichte, die Geschichte der Liebe ihres Lebens. Und das Zeugnis eines bitteren Verrats. Oder kann es mehr als nur eine Version von Wahrheit geben?

Die Hamburger Autorin Renate Ahrens besticht durch ihre schnörkellose und eindringliche Sprache mit einem Roman, der zutiefst bewegt. Wie schon in ihren Büchern »Das gerettete Kind« und »Alles, was folgte« wird auch in »Der andere Himmel« unsere jüngere Geschichte greifbar als das Schicksal einzelner Menschen.

Zur Autorin

Renate Ahrens wurde 1955 in Herford geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Kinderbücher und Theaterstücke. Nach Lebensstationen in Frankreich, Südafrika, Italien und Irland lebt sie heute mit ihrem Mann in Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Nach ihrem Debüt „Der Wintergarten“, veröffentlichte Renate Ahrens „Zeit der Wahrheit“, „Fremde Schwestern“, „Ferne Tochter“, „Seit jenem Moment“, „Das gerettete Kind“ und „Alles, was folgte“.

Meine Meinung

Mich hatte der Klappentext ja direkt angesprochen, da ich mich für diese Zeit interessiere, da ich nur als Kind die Öffnung der Mauer mitbekommen habe, aber auch familiär keinerlei Bezug zur früheren DDR habe. 

Ich war direkt von Anfang an von Irinas Geschichte gefesselt. Sehr interessant fand ich die Erzählweise. Irina schwenkt in der Gegenwart dann immer in Gedanken in die Vergangenheit und man erfährt, wie es sich damals aus ihrer Sicht zugetragen hat. 

Mir ist bei diesem Roman nur nicht wirklich klar geworden, warum sie das alles ihrem Mann und ihrer Tochter verschweigt, denn von der Flucht wussten die beiden ja, nur von ihrem Begleiter nicht. Da dies ja war, bevor sie ihren Mann kennen gelernt hat, hätte sie zumindest davon erzählen können, auch wenn sie sich ihrer wahren Gefühle für Klaus nicht mehr klar war. Aber das handhabt ja jeder Mensch anders. 

Alles in allem kann ich aus meiner Sicht (in Westdeutschland geboren und aufgewachsen) eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Mich konnte Irinas Geschichte berühren und fesseln, daher sehr gut unterhalten. Es war nicht mein erstes Buch der Autorin und wird mit Sicherheit auch nicht das letzte Buch gewesen sein. 

Von mir bekommt dieser Roman sehr gute 4,5 Sterne. 

 

4,5 von 5 Sternen

 

Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Knaur Verlag
Infos zur Autorin: ©Knaur Verlag
Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de
Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de

 

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