Rezension Wenn Liebe nicht reicht von Nova Meierhenrich

Rezension 

Unbezahlte Werbung – Rezensionsexemplar

©Edel Verlag

 

Klappentext

Laut Statistik erkrankt jeder fünfte Deutsche einmal in seinem Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression. Dabei geht es nicht darum, dass man sich mal traurig, erschöpft oder antriebslos fühlt. Eine Depression ist eine ernstzunehmende und folgenschwere Erkrankung, die auch die Menschen im Umfeld des Erkrankten, insbesondere die nächsten Angehörigen, betrifft. Die Auswirkungen können bis hin zu einer so genannten Co-Depression reichen.

Wie sehr die Krankheit das gesamte familiäre Umfeld in einen Strudel aus Hilflosigkeit, Verzweiflung, Hoffnung, Wut, Zuversicht, Trauer und Schuldgefühlen zieht, weiß Moderatorin und Schauspielerin Nova Meierhenrich. Ihr Vater litt über ein Jahrzehnt an Depressionen und verschwand immer mehr hinter dieser tückischen Krankheit. Am Ende wählte er den Freitod.

Nun hat sie – nach eindrücklichen Gesprächen mit ihrer Mutter Helga – das Buch geschrieben, das der Familie damals so sehr gefehlt hat: Ein Buch für Betroffene und Angehörige, das die Depression zeigt, wie sie wirklich ist. In „Wenn Liebe nicht reicht“ schildert Nova Meierhenrich mit großer Offenheit, wie sie und ihre Familie lange Jahre der psychischen Erkrankung hilflos gegenüberstanden, sich von Institutionen und auch dem Umfeld allein gelassen fühlten und wie sie letztlich selbst an einer Co-Depression erkrankte, der sie sich in einer Therapie stellte.

Ergänzt durch Beiträge von Dr. Mazda Adli, einem der führenden Depressionsforscher Deutschlands, soll „Wenn Liebe nicht reicht“ für die Erkrankung sensibilisieren, mit Vorurteilen aufräumen und Aufklärung leisten. Ein Buch, das gegen die immer noch vorherrschende Stigmatisierung und Tabuisierung einer Volkskrankheit ein Zeichen setzen, Mut machen und Betroffenen die konkrete Hilfestellung bieten will, die sich Nova Meierhenrich lange Jahre selbst so sehr gewünscht hat.

 

Zur Autorin

Nova Meierhenrich wurde 1973 in Ahlen, Westfalen, geboren. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Psychologie und Soziologie in Essen. Seit 1996 ist sie Moderatorin und Schauspielerin und moderierte bis heute über 100 regelmäßige TV-Formate, steht für TV und Kinofilme vor der Kamera, schreibt und arbeitet als Hörspiel-Sprecherin.

Aktuell moderiert sie u. a. das tägliche Magazin »Prominent« auf VOX. Seit ihrer Jugend engagiert sie sich für die unterschiedlichsten sozialen Projekte und gründete 2014 ihren eigenen gemeinnützigen Verein »HerzPiraten« zur Unterstützung herzkranker Kinder.  

 

Erster Satz

Es gibt diese Tage, an denen man weiß man noch Jahre später genau, wo man zu welchem Zeitpunkt war.
Zitat:
„Das war unser Zwiespalt: Auf der einen Seite bist du selbst glücklich, dass dein Vater noch rechtzeitig gefunden wurde, auf der anderen Seite signalisiert er dir, dass das für ihn das Schlimmste war.“
Meine Meinung
Ich lese eigentlich recht wenig Sachbücher bzw. autobiographische Bücher, aber dieses Buch konnte direkt mein Interesse wecken, da ich mich sehr für das Thema Depressionen interessiere.
Mich konnte das Buch auch direkt fesseln. Das Buch ist sehr interessant aufgebaut. Als Kapitelanfang gibt es immer eine Frage an die Mutter – Antwort. Dann erzählt die Autorin wieder von ihrem Leben mit dem Vater. Ausserdem kommt zwischendrin immer wieder Dr. Mazda Adli zu Wort, der die Krankheit Depression erforscht. 
Dieses Buch ist sehr hilfreich, da ich finde, dass Depressionen immer noch ein Tabu-Thema darstellt. Es wird auch oft ins Lächerliche gezogen. Das ist gerade für die Betroffenen sehr schlimm.
Mein Fazit
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und auch sehr weiter geholfen. Es ist für mich das persönlichste ehrlichste Buch, was ich je über Depressionen gelesen habe. Daher kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Ich habe hier keine Kritik anzumerken, so dass das Buch 5 Sterne von mir bekommt. 

Cover: ©Edel Verlag
Klappentext/Infos zur Autorin: ©Lovelybooks
Rezension: ©lenisveasbücherwelt
Sterne: ©icons8.de
Beitragsbild: ©Pixabay.com

 

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