Rezension Dunkelkammer von Bernhard Aichner

DUNKELKAMMER
©btb Verlag
ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-75784-8
Erschienen am  22. März 2021
17,00 €
Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.

Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.

Zum Autor

Bernhard Aichner (1972) lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Er schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.

Die Thriller seiner „Totenfrau“-Trilogie standen monatelang an der Spitze der Bestsellerlisten. Die Romane wurden in 16 Länder verkauft, u.a. auch nach USA und England. Mit „BÖSLAND“ und „DER FUND“ schloss er 2018 und 2019 an seine internationalen Erfolge an.

Meine Meinung

Da ich alle Thriller von Bernhard Aichner, abgesehen von den Max Brolls Krimis, mit absoluter Begeisterung gelesen habe, angefangen mit der Totenfrau-Trilogie, war ich schon sehr gespannt auf sein neues Buch, welches vor kurzem endlich erschienen ist.

Ich mag den Schreibstil des Autoren wahnsinnig gerne, er schreibt in recht kurzen Sätzen und hat immer tolle Wendungen in dem Verlauf der Geschichte.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch direkt wieder sehr gut gelungen. Mich konnte das Buch von Anfang bis Ende total fesseln und begeistern.

Man lernt hier den Pressefotografen David Bronski kennen, der mit dem Verlust seiner kleinen Tochter vor 20 Jahren und dem Selbstmord seiner Frau zurecht kommen muss. Er bekommt von einem ehemaligen Kollegen den Tip, dass dieser in einem abgelegenen Haus eine Leiche entdeckt hat, die dort wahrscheinlich schon sehr lange Zeit liegt.

Er fährt dort hin und entdeckt bei der Leiche in der Geldbörse ein Foto seiner damals entführten kleinen Tochter Judith, die nie gefunden wurde. Somit ist sein Ehrgeiz geweckt. Er nimmt zusammen mit seiner Pressekollegin und seiner Schwester Anna, die Privatdedektivin ist, die Fährte auf.

Alles in allem kann ich hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Ich finde es zwar etwas befremdlich, dass 20 Jahre lang niemand nach dem Haus gesehen hat, aber das tut meiner Begeisterung keinen Abbruch.

Von mir bekommt Dunkelkammer die vollen 5 Sterne und ich freue mich schon jetzt auf den 2. Teil dieser neuen Reihe.

5 von 5 Sternen

Cover, Buchdetails und Klappentext: ©btb Verlag
Infos zum Autoren: @btb Verlag
Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de
Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de

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